Schmallenberger BreybalgBronzeskulptur - Anekdote zum Anfassen

Der Breybalg am westlichen Ende der Stadt sitzend schaut auf das Rathaus. Für ein Foto ist er immer zu haben; dabei erzählt er seine Geschichte.

Der Schmallenberger „Breybalg“ weckt Erinnerungen an ein einschneidendes Ereignis der Stadtgeschichte, den großen Stadtbrand vom 03. Oktober 1822. Damals wurde innerhalb weniger Stunden nahezu die gesamte Stadt ein Raub der Flammen.
 
Die Auswirkungen waren umso verheerender als auch die für den Winter eingelagerten Nahrungs- und Futtermittel vernichtet wurden. Den ohnehin hart getroffenen Einwohnern stand also auch noch eine Hungerzeit bevor. In dieser Notsituation halfen die Nachbarorte mit dem aus, was sie an Nahrungsmittel erübrigen konnten, mit Hirse, Hafer, Roggen, die, als Brei gegessen, das Überleben der Schmallenberger sicherten. Die einseitige Ernährung soll zu Breibäuchen, „Breybälgen“, geführt haben.
 
Seitdem werden die Schmallenberger von ihren Nachbarn „De Schmallenberger Breybälge“ genannt. Heute erinnert die Bezeichnung an die schwere Zeit, die die Schmallenberger dank nachbarschaftlicher Hilfe überstanden.
 
Die Alte Posthalterei-Hotel Störmann stellt aus Anlass der Einweihung und Enthüllung der Bronzeskulptur des Schmallenberger Breybalges am Wohnhaus Weststr. 47 (gegenüber dem Rathaus) ein originelles „Breybalg-Gericht“ vor. Küchenchef Andreas Heinemann hat ein „Kartoffelpfannkuchen mit Fleischfüllung und gerösteten Zwiebeln“ kreiert. Bei dem Gaumenschmaus handelt es sich um ein würziges, herzhaftes und rustikales Tellergericht. Das originelle Breybalg-Gericht wird zukünftig als lokale Spezialität auf der Speisekarte des Hotels Störmann aufgenommen.